Neben dem körperlichen Wohlbefinden und dem erzieherischen Nutzen haben viele Eltern beim Taekwondo aber auch einen ganz praktischen Aspekt im Auge: die Selbstverteidigung. Leider sind Gewalttätigkeiten vom Mobbing bis zur handfesten Schlägerei in vielen Schulen heute keine Ausnahme mehr.
Gerade unsichere und schüchterne Kinder sind die Opfer. Beim einen Kind ist gemobbt werden nur eine schlechte Phase, beim anderen wird die gesamte Kindheit und Jugend überschattet, mit weitreichenden und schwer einschätzbaren Folgen. Kinder, die durch das Wissen "ich kann Taekwondo" eine selbstbewusste Ausstrahlung haben, werden seltener Opfer und können sich im Fall der Fälle auch zur Wehr setzen.
Viele Schulen und Vereine haben den Bedarf bei ihren kleinen Mitgliedern erkannt und bieten spezielle Einheiten zur Selbstverteidigung an, die neben Techniken auch theoretisches Wissen vermitteln. So wird zum Beispiel geübt, eine Gefahrensituation richtig einzuschätzen, auch verbal zum Gegenangriff überzugehen oder schlicht im richtigen Moment "Nein" zu sagen. Schließlich ist Taekwondo - im Vergleich zu Fußball oder Turnen - immer noch ein wenig exotisch.
Die Kinder beginnen meist von ganz allein, sich für die Herkunft des Sports zu interessieren. Sie fragen nach, erfahren einiges über den Alltag und das Leben in Korea und bekommen so eine Vorstellung von der fernen Kultur. Oft erwacht der Wunsch, das Ursprungsland des Sports auch einmal zu sehen.





